Sagt Zofingen Ja zum Zusammenschluss der Energie- und Wasserversorger?
Die Gemeinden Zofingen, Oftringen, Rothrist und Vordemwald wollen bei der Energie- und Wasserversorgung ab 2024 zusammenspannen. Dafür sollen sich die EW Oftringen AG, die EW Rothrist AG und die StWZ Energie AG zu einem regionalen Unternehmen zusammenschliessen. Nun entscheidet der Einwohnerrat Zofingen am 11. September, ob er den Vereinbarungen zwischen den Gemeinden zustimmt und so den Weg für die Zusammenlegung frei macht.
Die Energiebranche ist im Wandel – Mangellage, hohe Marktpreise, Energiewende, neue regulatorische Rahmenbedingungen, neue Technologien und Digitalisierung sind nur einige Stichworte. Um diesen Wandel mitzugestalten, Arbeitsplätze zu sichern, die Region zu stärken und die kommunalen Infrastrukturen zu modernisieren, sollen die EW Oftringen AG, die EW Rothrist AG und die StWZ Energie AG zu einem neuen, regionalen Energieversorgungsunternehmen fusionieren.
Mit der «Regionalen Energie AG» (REAG, Arbeitstitel) entsteht eine neue regionale Energieversorgerin und -dienstleisterin. Sie übernimmt alle Mitarbeitenden der EW Oftringen AG, EW Rothrist AG und der StWZ Energie AG und ist Ansprechpartnerin für die Anliegen der Kundinnen und Kunden. Sie agiert gleichzeitig als Betriebsgesellschaft für die «Regionale Wasser AG» (RWAG, Arbeitstitel) sowie auch für die «Regionale Gas- und Fernwärme AG» (REFAG, Arbeitstitel), welche nur über die jeweiligen Anlagen und kein Personal verfügen. Die REAG, RWAG und REFAG bilden eine Unternehmensgruppe und treten gemeinsam auf. Alle drei Gesellschaften gehören den beteiligten Einwohnergemeinden.
Künftige Herausforderungen der Energiebranche gemeinsam lösen
«Der notwendige Umbau des Energiesystems in der Region kann gemeinsam effektiver, schneller und effizienter erfolgen», ist Christiane Guyer, Stadtpräsidentin Zofingen, überzeugt. «Dazu gehört neben der Sicherung der Stromversorgung auch die Transformation der regionalen Wärmeversorgung. Und auch die Herausforderungen in der Wasserversorgung gilt es gemeinsam zu lösen.» So könnten Wertschöpfung und Arbeitsplätze langfristig in der Region erhalten und eine sichere, bis 2050 klimaneutrale Versorgung sichergestellt werden.
Alle Gemeinden müssen zustimmen
Um den Zusammenschluss der Werke zu vollziehen, haben die beteiligten Gemeinden bereits festgelegt, welche Schritte die involvierten Unternehmen veranlassen müssen. Zudem haben sie diverse Dokumente vorbereitet. Neben einem Fusionsvertrag gibt es auch Statuten und Aktionärsbindungsverträge für jede Gesellschaft, den Entwurf einer Eigentümerstrategie und interkommunale Vereinbarungen. In diesen Dokumenten werden die Rechte und Pflichten der Gemeinden geregelt. Zugleich bilden sie die Rechtsgrundlage für die Erfüllung der kommunalen Aufgaben.
Die interkommunalen Vereinbarungen unterstehen der Beschlussfassung in den Gemeindeversammlungen Oftringen, Rothrist und Vordemwald sowie im Einwohnerrat Zofingen. Die weiteren vorbereiteten Verträge und Vereinbarungen werden nur abgeschlossen, wenn die interkommunalen Vereinbarungen genehmigt werden. Stimmen alle Gemeinden zu, wird der Zusammenschluss der Energie- und Wasserwerke ab 2024 rechtlich umgesetzt und die Regionale Energie AG kann Mitte 2024 den operativen Betrieb aufnehmen.
Informationsanlässe für alle Einwohnenden
An diversen öffentlichen Veranstaltungen wird umfassend über den geplanten Zusammenschluss informiert. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Oftringen, Rothrist, Vordemwald und Zofingen sind herzlich zu allen Infoabenden eingeladen. Weitere Informationen auch unter www.zusammenschluss.ch.
- 16. August 2023, 19.30 Uhr: Infoabend in der Aula BZZ, Strengelbacherstrasse 27, Zofingen
- 17. August 2023, 19.30 Uhr: Infoabend in der Aula Schulhaus Dörfli 5, Breitenstrasse 4, Rothrist
- 23. August 2023, 19.30 Uhr: Infoabend im Gemeindesaal, Langenthalerstrasse 21, Vordemwald
- 5. September 2023, 19.30 Uhr: Podiumsveranstaltung im Gemeindesaal Breiten, Breitenstrasse 14, Rothrist