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Sanierung und Neugestaltung der Oberen Mühlemattstrasse startet im Herbst 2024

In einem breit angelegten partizipativen Prozess mit den Anwohnenden hat die Stadt Zofingen ein Konzept erarbeitet, um die Obere Mühlemattstrasse neu zu gestalten. Nun steht die Genehmigung mehrerer Verpflichtungskredite durch den Einwohnerrat an.

Die Obere Mühlemattstrasse wurde ursprünglich als Kantonsstrasse gebaut. Heute verkehren auf der 11,5 Meter breiten Strasse nur noch die Anwohnenden sowie eine Buslinie. Nun müssen die Werkleitungen saniert werden. «Im Zuge dieser Arbeiten bietet sich die Chance, die Quartierstrasse inkl. Spielplatz Buchmattweg den heutigen Bedürfnissen anzupassen sowie neu zu gestalten und ökologisch aufzuwerten», erklärt der zuständige Stadtrat Robert Weishaupt.

Zu diesem Zweck hatte der Stadtrat im Frühling 2021 einen partizipativen Prozess lanciert. Anwohnende und Grundeigentümerinnen und -eigentümer konnten ihre Bedürfnisse und Ideen einbringen. Eine Interessensgruppe hat den Prozess begleitet. Sie setzte sich zusammen aus je einem Mitglied des Werkhofs, der Fachstelle Natur und Landschaft, des Bereichs Kind, Jugend, Familie, Alter, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Aargau Verkehr AG, der Regionalpolizei, der Schule sowie des Naturama.

Strasse wird zur Begegnungszone
Die Strasse soll in einen mehrfach nutzbaren, grüneren öffentlichen Raum verwandelt werden. Geplant ist eine Begegnungszone mit Tempo 20. Die Verkehrsfläche wird auf 5,2 Meter verschmälert. Es gibt kein Trottoir mehr. Dadurch entstehen 6,3 Meter breite, freie Flächen, auf denen neben Wiese auch ein Kindererlebnisweg mit Wasserelementen, eine Pétanque-Bahn und ein Quartierplatz entstehen sollen. Einheimische Pflanzen und viele grosskronige Laubbäume sollen gepflanzt werden. Die Grünflächen dürfen durch die Bevölkerung genutzt werden. Es sind altersgerechte Sitzgelegenheiten geplant.

Der Ahornweg wird für Motorfahrzeuge im Bereich Obere Mühlemattstrasse zur Sackgasse. Die Entwässerung erfolgt in den neu geschaffenen Grünflächen. So können rund 4000 Quadratmeter Strassenfläche von der Kanalisation entkoppelt werden. Das spart jährliche Abwassergebühren von über CHF 1200 und macht das Quartier widerstandsfähiger gegen Starkregen. Die beiden Bushaltestellen «Badi» und «Eisengrube» werden barrierefrei erneuert und mit einem Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten versehen. In der Mitte der Oberen Mühlemattstrasse sind öffentliche, bewirtschaftete Parkplätze sowie eine öffentliche Entsorgungsstelle mit acht Unterflur-Containern geplant.

Neue Spielgeräte und Sitzgelegenheiten für den Spielplatz Buchmattweg
Und auch der Spielplatz Buchmattweg soll aufgewertet werden: Die bestehenden Laubbäume, der Tischtennistisch und das Schaukelgerüst bleiben erhalten. Durch zusätzliche Erdhügel wird der Spielplatz aber räumlich neu eingeteilt. Neue Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und eine naturnahe Bepflanzung werten den Spielplatz auf. «Wie die Strasse soll auch der Spielplatz zu einem generationenübergreifenden Begegnungsort werden», erklärt Robert Weishaupt.

Das Projekt kostet insgesamt CHF 1'426'812. Der Bund wird sich im Rahmen des Agglomerationsprogramms AareLand der 4. Generation mit CHF 262'500 daran beteiligen. Genehmigt der Einwohnerrat am 23. Oktober 2023 die Verpflichtungskredite für den Strassenbau (CHF 1'178'831), das Entwässerungssystem (CHF 101'452) sowie die neuen Unterflur-Container (CHF 146'530), kann mit den Arbeiten im Herbst 2024 begonnen werden.

Der 11,5 Meter breite Strassenraum soll neu gestaltet werden. (Bild: zvg)