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Tabak- und Alkoholtestkäufe zeigen Wirkung

Die Regionalpolizei Zofingen führte in Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz Aargau/Luzern im ersten Halbjahr 2018 Testkäufe in Zofingen durch. Dabei wurde die Einhaltung des Verkaufsverbots für Tabakwaren und Alkohol an Jugendliche geprüft. 35 Prozent der Verkaufsstellen haben in der ersten Serie gegen die Jugendschutzbestimmungen verstossen. In der zweiten Testserie schlossen sie deutlich besser ab. Total fanden über 50 Testkäufe statt.
 

Die Aktion fand im Rahmen des vierjährigen Tabakpräventionsprogramms 2016-2019 des Kantons Aargau statt (vgl. Medienmitteilung vom 19.02.2018). In einer ersten Serie im März 2018 führten jugendliche Testpersonen des Blauen Kreuzes bei 23 Geschäften in Zofingen Testkäufe zur Einhaltung des Verkaufsverbots für Tabakwaren und Alkohol durch. 4 von 19 (21 %) Geschäften verkauften Tabakwaren an die unter 16-Jährigen und bei Alkohol waren es deren 7 von 22 (32 %). Kein Betrieb verkaufte allerdings Spirituosen. Total haben 8 der 23 (35 %) überprüften Geschäfte gegen die Jugendschutzbestimmungen verstossen.

Die involvierten Mitarbeitenden der Verkaufsstellen wurden nach erfolgtem Testkauf von der Regionalpolizei Zofingen über das Ergebnis informiert. Sie konnten so direkt zum Thema Jugendschutz angesprochen werden und für die Einhaltung des Verkaufverbots für Tabakwaren und Alkohol an Jugendliche sensibilisiert werden.

Um den Kontrolldruck aufrecht zu erhalten, wurden im Juni 2018 in einer zweiten Testkaufserie jene Verkaufsstellen nochmals überprüft, welche in der ersten Serie Tabakwaren oder Alkohol an Jugendliche abgaben. Ein einziger Restaurationsbetrieb verkaufte erneut Tabak und Alkohol (Spirituose) an die jugendlichen Testpersonen. Bei allen anderen Verkaufsgeschäften wurden die Bestimmungen nun eingehalten. Der fehlbare Restaurationsbetrieb wurde im Juli 2018 erneut getestet und hielt die Jugendschutzbestimmungen dann auch ein.

Präventive Aktion zeigt Wirkung
Die Regionalpolizei Zofingen ist mit dem Ergebnis der Aktion zufrieden. Einerseits konnten die Verkaufsstellen durch eine Medienmitteilung im Vorfeld der Aktion für das Thema sensibilisiert werden. Auf der anderen Seite gelang es durch die Gespräche mit den Mitarbeitenden und deren Vorgesetzten das Verkaufsverhalten positiv zu beeinflussen, was sich letztlich im sehr guten Resultat der zweiten Serie zeigte. Das Ziel wurde erreicht, die aus der Bestandesaufnahme von 2017 resultierende hohe Quote von 44 Prozent an fehlbaren Verkaufsstellen mit der Präventionsaktion markant zu senken.

Jugendliche Testpersonen des Blauen Kreuzes in Begleitung der Regionalpolizei Zofingen während der Präventionsaktion. (Bild: Regionalpolizei Zofingen/Blaues Kreuz)