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Die Aarburgerstrasse soll sicherer und attraktiver gemacht werden

Die Aarburgerstrasse, Hauptverbindungsachse zwischen Oftringen und Zofingen, soll umfassend saniert und aufgewertet werden. Das bereits 2017 vorgelegte Projekt war in der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) insgesamt zwar unbestritten, jedoch befürchtete sie eine Verschlechterung insbesondere für Fussgänger. In der Zwischenzeit konnte in Zusammenarbeit mit der FGPK eine Lösung gefunden werden, so dass der Einwohnerrat am 22. Oktober 2018 über das Grossprojekt entscheiden kann. An dessen Kosten von über vier Millionen Franken beteiligen sich Bund, Kanton und Oftringen.

Der Zofinger Einwohnerrat entscheidet am 22. Oktober 2018 über ein umfassendes Aufwertungs- und Sanierungsprojekt des fast 300 Meter langen Strassenabschnitts von der Unteren Vorstadt bis zum Gygerweg. Dieses umfasst die komplette Sanierung und Aufwertung von Strasse, Gehwegen, Vorplätzen und -gärten, Kanalisationen, Strassenbeleuchtung sowie den behinderten- und altersgerechten Umbau von zwei Bushaltestellen.

Verkehrsverflüssigung dank Kreisel
Der Verkehr staut sich heute häufig auf dieser Hauptverkehrsachse. Durch das geplante Projekt wird der gesamte Verkehrsablauf – vor allem für den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr – verbessert. Ein Kreisel auf der Höhe Funkenstrasse/Gygerweg am Ortseingang und ein Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte auf der ganzen Ausbaulänge Richtung Altstadt sollen den Verkehr verflüssigen und sicherer machen. Er ermöglicht den Fussgängern nebst den zwei Fussgängerstreifen ein flächiges Queren, d. h. sie können die Strasse diagonal überqueren und so zufällig entstehende Lücken im Fahrzeugstrom ausnutzen. Aarau, Baden, Suhr und Reinach haben bereits solche Mehrzweckstreifen realisiert.

Kosten für Zofingen: knapp 1,6 Mio. Franken
Die Aufwertung dieses Strassenabschnittes ist Bestandteil des Agglomerationsprogramms der 1. Generation 2011 - 2014. Der Bund beteiligt sich mit rund 40 Prozent oder 1,25 Millionen Franken an Projekten auf der Hauptverbindungsachse Oftringen/Zofingen. Zofingen erhält davon 550'000 Franken. Für die Stadt Zofingen bleiben nach Abzug des Bundesbeitrages Kosten von 1'364'550 Franken. Hinzu kommen noch die Strassenbeleuchtung (120'000 Franken) und der Umbau in zwei behinderten- und altersgerechte Bushaltestellen (80'000 Franken). Da das Projekt unter Verkehr realisiert werden soll, sind mit verschiedenen Bauetappen und deshalb einer Bauzeit von 1,5 Jahren zu rechnen. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich 2020. In Absprache mit der Gemeinde Oftringen sind flankierende Massnahmen vorgesehen, um die östlich der Aarburgerstrasse gelegenen Wohnquartiere vor Schleichverkehr zu schützen.

Nachbarprojekte
Auf der Aarburgerstrasse (K104) sind in Zofingen, wie auch in Oftringen weitere Infrastrukturvorhaben vorgesehen. Sie stossen aneinander und sind aufeinander abgestimmt. Es sind dies der Kreisel Unterer Stadteingang (Agglomerationsprojekt der 2. Generation 2015 - 2018) und die Sanierung des SBB-Niveauübergangs (Agglomerationsprojekt der 3. Generation 2019 - 2022). Diese beiden Projekte werden dem Einwohnerrat zu einem späteren Zeitpunkt zum Beschluss vorgelegt. Das vorliegende Projekt präjudiziert die Sanierung des SBB-Niveauübergangs in keiner Weise.

Der zu sanierende Strassenabschnitt zwischen der Unteren Vorstadt und dem Kreisel Funkenstrasse/Gygerweg wird durch die Vorzonen für die Fussgänger und Bäume aufgewertet.