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Archäologische Fundstätte wird zum eigenen Schutz provisorisch eingedeckt

Bei Bauarbeiten wurde in der Zofinger Altstadt ein Badehaus von 1545 freigelegt. Bis geprüft und entschieden ist, wie die archäologische Fundstätte beim Pulverturm erhalten werden soll, wird sie zu ihrem eigenen Schutz provisorisch eingedeckt. Die Bauarbeiten werden 2019 fortgeführt.

Die öffentliche Führung der Kantonsarchäologie durch die Fundstätte beim Pulverturm stiess auf grosses Interesse. Die archäologischen Untersuchungen vor Ort sind nun abgeschlossen. Aktuell werden die Befunde ausgewertet. Eine definitive archäologische Beurteilung des Fundes betreffend Bedeutung, Zustand etc. wird in den nächsten Wochen erwartet.

Der Stadtrat prüft zur Zeit in enger Zusammenarbeit mit der Kantonsarchäologie, auf welche Art die Überreste der Badestube für die Nachwelt erhalten bleiben sollen. Anschliessed wird die Motion des Einwohnerrats bezüglich Offenhaltung der Fundstätte beantwortet.

Es steht somit fest, dass die definitiven Arbeiten im Bereich der Fundstätte frühestens 2019 fortgesetzt werden können. Die Grundmauern sind für diese Zeit vor der Witterung zu schützen, da Frost, Regen und Sonnenlicht (Algenbildung) das Mauerwerk schädigen. Als temporäre Schutzmassnahme und damit die Bauarbeiten an den Werkleitungen teilweise fortgesetzt werden können, wurde in Absprache mit der Kantonsarchäologie entschieden, die Fundstätte provisorisch wieder einzudecken. Zur Vereinfachung einer erneuten Freilegung werden die Grundmauern zuerst mit textilen Vliesen abgedeckt und anschliessend mit einem rundkörnigen, selbstverdichtenden Material eingedeckt. Eine erneute Freilegung kann zu einem späteren Zeitpunkt z. B. mit einem Saugbagger schnell und schonend stattfinden.

Bereits entschieden ist, dass die Werkleitungen nicht wie vor dem Fund geplant, quer durch den Platz verlegt werden sollen, damit die Grundmauern des Badehauses nicht beschädigt werden. Auch auf die Pflanzung eines Baumes wird aus demselben Grund verzichtet.

Bis ein Entscheid bezüglich Erhaltung der Fundstätte für die Nachwelt gefällt ist, und die daraus resultierenden Bauarbeiten abgeschlossen sind, kann der Platz nicht fertiggestellt werden. Somit bleibt die Baustelle für mehrere Monate bestehen.

Die öffentliche Führung der Kantonsarchäologie durch die Fundstätte des Badehauses beim Pulvertrum stiess auf reges Interesse (Bild: jost)