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Die Facetten der Theaterwelt in "Teatro Delusio" der Familie Flöz

"Teatro Delusio" bietet im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick hinter die Kulissen des Theaters, denn das Stück spielt sich im Backstage-Bereich einer Bühne ab. Mithilfe raffinierter Kostüme, einem ausgetüftelten Sound- und Lichtdesign erschaffen drei Darsteller 29 Figuren und erwecken ein komplettes Theater zum Leben – in einem Stück ganz ohne Worte, dafür mit umso lebendigeren Masken.

Das Stück der Familie Flöz spielt mit den unzähligen Facetten der Theaterwelt, denn hinten wird vorne und vorne hinten: Das Publikum blickt für einmal auf die Hinterbühne, die Bühne davor lässt sich nur erahnen. Während auf dieser Bühne die verschiedensten theatralen Genres dargeboten werden, fristen die drei Bühnenarbeiter Bob, Bernd und Ivan auf der Hinterbühne ihr Dasein. Drei unermüdliche Helfer, die von den strahlenden Sternen der Bühne nur durch eine spärliche Kulisse getrennt sind und doch Lichtjahre entfernt scheinen: Der sensible Bernd sucht Erfüllung in der Literatur, findet sie jedoch in Person der verspäteten Ballerina. Bobs Sehnsucht nach Anerkennung treibt ihn zu Triumph und Zerstörung. Ivan, Chef der Hinterbühne, will die Kontrolle im Theater nicht verlieren, verliert dabei aber alles andere. Ihr Leben im Schatten der Scheinwerfer verbindet sich immer wieder auf wundersame Weise mit der glitzernden Welt des Scheins. Plötzlich stehen sie selber auf den berühmten Brettern, die ihre Welt bedeuten.

"Teatro Delusio" ist Theater im Theater. Dabei begreift die Truppe Familie Flöz das Theater nicht nur als Schauplatz menschlicher Schicksale, sondern auch als ewige Spielstätte. Die unheimliche Lebendigkeit der Masken, blitzschnelle Verwandlungen und die Flöz’sche Poesie entführen das Publikum in eine ganz eigene Welt voller abgründiger Komik. Das Stück wurde 2004 in Berlin uraufgeführt und wurde bisher über 600 Mal in 29 Ländern gezeigt.

Musik & Theater Zofingen
Teatro Delusio
Familie Flöz
Donnerstag, 24. Januar 2019, 20 Uhr, Stadtsaal Zofingen

Teatro Delusio © Eckard Jonalik