Direkt zum Inhalt springen
|

Ausgezeichneter Rechnungsabschluss der Einwohnergemeinde Zofingen

Erneut kann der Stadtrat Zofingen einen sehr guten Rechnungsabschluss der Einwohnergemeinde vorlegen: Die Erfolgsrechnung 2018 schliesst mit einem positiven operativen Ergebnis von CHF 7,95, wovon jedoch CHF 4,56 Mio. aus Sondereffekten stammen. Auch ohne Berücksichtigung dieser Faktoren ist aber das operative Ergebnis 2018 immer noch um CHF 1,73 Mio. besser als budgetiert.

Der Ertragsüberschuss von CHF 7,95 Mio. in der Jahresrechnung 2018 der Einwohnergemeinde Zofingen ist im Vergleich zum Budget um CHF 6,29 Mio. besser ausgefallen. Dies ist einerseits auf einen tieferen betrieblichen Aufwand und andererseits einen höheren Finanzertrag zurückzuführen. Das operative Ergebnis von CHF 4,64 Mio. liegt dabei um CHF 0,96 Mio. über dem Resultat das Vorjahres.

Positiver Trend beim Steuerertrag hält an
Zu diesem Ergebnis hat auch die weiterhin positive Entwicklung des Steuerertrages beigetragen: Der Gesamtsteuerertrag von netto CHF 36,57 Mio. liegt um CHF 0,58 Mio. oder 1,6 Prozent höher als prognostiziert, allerdings um CHF 1,26 Mio. unter dem Vorjahr. Dabei muss berücksichtigt werden, dass per 1. Januar 2018 im Rahmen der Aufgabenteilung Kanton/Gemeinden ein Steuerfussabtausch von drei Prozentpunkten erfolgt und der Zofinger Steuerfuss dadurch von 102 Prozent auf 99 Prozent gesunken ist.

Während sich die Steuern der natürlichen Personen im Rahmen der (ambitionierten) Bud-geterwartungen entwickelt haben, sind die Aktiensteuererträge gar um CHF 0,51 Mio. höher ausgefallen und liegen nur unwesentlich unter dem Ertrag des Vorjahres. Bei den Sondersteuern, welche insgesamt um CHF 0,18 Mio. unter den Erwartungen geblieben sind, haben sowohl die Nachsteuern und Bussen als auch die Erbschafts- und Schenkungssteuern das Budget klar verfehlt.

Weiterhin hohe Budgetdisziplin und positive Sonderfaktoren im Aufwand
Der betriebliche Aufwand ist um CHF 1,08 Mio. tiefer ausgefallen als budgetiert. Dieses Ergebnis ist umso beachtlicher, wenn man berücksichtigt, dass die nicht direkt beeinflussbaren Beiträge an den Kanton für die Pflegefinanzierung um CHF 0,36 Mio. und die Bruttoausgaben für die Sozialhilfe gar um CHF 0,76 Mio. über Budget lagen. Erfreulicherweise ist es gelungen, diese im Vergleich zum Budget erheblichen Mehrkosten mit Einsparungen im Personal- und Sachaufwand mehr als zu kompensieren.

Der betriebliche Ertrag lag um CHF 0,87 Mio. höher als budgetiert. Grund für diese positive Abweichung sind insbesondere folgende einmaligen Sondereffekte:

  • Vom Kanton sind aus der Abrechnung 2017 nachträglich nicht budgetierte Beiträge nach Sozialhilfe- und Präventionsgesetz (SPG) an die Ausgaben für Alimentenbevorschussung, Elternschaftsbeihilfe und Sozialhilfe in der Höhe von total CHF 0,61 Mio. ausgezahlt worden.
  • Von der Postauto AG konnte eine Rückerstattung für in den Vorjahren zu viel bezogene Subventionen in der Höhe von CHF 0,13 Mio. vereinnahmt werden.
  • Es konnte eine nicht budgetierte Erbschaft in der Höhe von CHF 0,21 Mio. empfangen werden.

Ohne diese Sondereffekte wäre der betriebliche Ertrag im Rahmen des Budgets ausgefallen.

Auch das Ergebnis aus Finanzierung, welches um CHF 1,03 Mio. besser als budgetiert ausfiel, profitierte von einem einmaligen Sondereffekt: Die Neubewertung der Gebäude des Finanzvermögens führte zu einem buchmässigen Ertrag von CHF 0,30 Mio. Der übrige Mehrertrag ist auf eine höhere Dividende der StWZ Energie AG zurückzuführen.

Am stärksten beeinflusst wurde das Ergebnis der Jahresrechnung 2018 durch die Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen im Umfang von CHF 3,31 Mio. Nach Abschluss des Verfahrens mit der Aargauischen Pensionskasse APK konnte die Rückstellung für Ausfinanzierungs- und Besitzstandskosten aufgelöst und als ausserordentlicher Ertrag verbucht werden.

Nettoschuld ist gesunken
Netto wurden im Jahr 2018 CHF 10,77 Mio. (Budget CHF 12,91 Mio.) investiert, womit bei einer Selbstfinanzierung von 11,35 Mio. ein Finanzierungsüberschuss von CHF 0,57 Mio. resultierte. Im Budget war noch mit einem hohen Fehlbetrag von CHF 7,96 Mio. gerechnet worden. Die Nettoverschuldung der Einwohnergemeinde beträgt per 31. Dezember 2018 neu CHF 9,30 Mio. oder CHF 800 pro Einwohner/in und hat sich damit deutlicher besser entwickelt als erwartet.

Die Investitionen konzentrierten sich im Berichtsjahr hauptsächlich auf die Bildungsinfrastruktur. Die grösste Investitionstranche fiel dabei mit CHF 7,33 Mio. beim neuen Quartierschulhaus BZZ an.

Gute Ausgangslage – aber bleibende Herausforderungen
Die Selbstfinanzierung von CHF 11,35 Mio. in der Rechnung 2018 erhöht zwar den finanziellen Spielraum für die Einwohnergemeinde Zofingen etwas, die Herausforderungen aber bleiben die gleichen: Der Investitionsplan sieht auch in den nächsten Jahren weitere hohe Ausgaben vor. Man benötigt daher auch in den nächsten Jahren eine durchschnittliche Selbstfinanzierung von mindes-tens CHF 7 Mio., um die anstehenden hohen Investitionen mittel- bis langfristig solide finanzieren zu können.

Sorgen auf der Aufwandseite bereiten auch zukünftig die nicht beeinflussbaren Positionen, vor allem im Bereich der Pflegekosten, aber auch der Sozialhilfe, welche im Berichtsjahr erneut zu hohen Budgetüberschreitungen geführt haben und auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen dürften. Sehr erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass einerseits auf der Aufwandseite durch eine hohe Budgetdisziplin der Verwaltung die beeinflussbaren Kosten erneut gut im Griff gehalten werden konnten und andererseits die Steuereinnahmen sowohl der natürlichen als auch der juristischen Personen auf für Zofinger Verhältnisse hohem Niveau stabilisiert werden konnten.

Abschluss beim Seniorenzentrum leicht schlechter als budgetiert
Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Seniorenzentrum schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 0,12 Mio. ab. Im Vergleich zum Budget fiel das Ergebnis um CHF 0,17 Mio. schlechter aus. Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst im Rahmen des budgetierten Ergebnisses ab. Wegen einer weiter gesunkenen Abwassermenge fielen sowohl die Erträge (Verbrauchsgebühren) als auch die Aufwendungen (Beitrag an ARA Oftringen) deutlich tiefer aus als budgetiert. Das Nettovermögen reduziert sich per 31. Dezember 2018 auf immer noch stattliche CHF 4,24 Mio. Die Spezialfinanzierung Abfallwirtschaft schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 0,05 Mio. leicht besser als prognostiziert ab. Das Vermögen hat sich dadurch per 31. Dezember 2018 auf CHF 1,36 Mio. erhöht.