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Die Schulhausstrasse soll zur Begegnungszone werden

Die Schulhausstrasse in Zofingen soll vom Durchgangsverkehr entlastet und zu einer Begegnungszone umgestaltet werden. Dies wird möglich, wenn der Kreisel in der Unteren Vorstadt realisiert ist und der Verkehr über die neue Verbindungsstrasse zwischen der Mühlethalstrasse und der General-Guisan-Strasse fliesst. Über das Vorhaben entscheidet am 16. September 2019 der Einwohnerrat.

Mit 5'000 Fahrzeugen pro Tag ist die Schulhausstrasse eine der am stärksten befahrenen Gemeindestrassen in Zofingen. Die Quartierstrasse wird vor allem vom Durchgangsverkehr als Abkürzung zwischen den beiden Kantonsstrassen Mühlethalstrasse und General-Guisan-Strasse genutzt. Zur Entlastung soll gleichzeitig mit dem Kreisel in der Unteren Vorstadt eine parallele Verbindungsstrasse zur Schulhausstrasse entstehen, so dass diese vom Durchgangsverkehr und den beiden Buslinien entlastet wird. Die neue Verbindungsstrasse ist nötig, da aus Gründen des Lärmschutzes der Verkehr von der Mühlethalstrasse nicht über die Schulhausstrasse geleitet werden kann und sie für den Zugang zum Bärenhofparking und den geplanten Tiefgaragen benötigt wird.

Dem Bau des Kreisels und der neuen Verbindungsstrasse hat der Einwohnerrat am 24. Juni 2019 zugestimmt. Abschliessend entscheidet darüber am 24. November 2019 die Zofinger Stimmbevölkerung. Wird das Kreiselprojekt realisiert, ist die Schulhausstrasse nicht mehr in ihrer heutigen Funktion nötig und kann zur Begegnungszone werden. Darüber entscheidet der Einwohnerrat am 16. September 2019. Die Begegnungszone würde aber erst nach dem Bau des Kreisels realisiert, damit die Schulhausstrasse während den Bauarbeiten als Umfahrungsstrasse dienen kann.

Begegnungszone als Voraussetzung für Überbauung
Nebst den verkehrlichen Überlegungen gibt es ausserdem städtebauliche Gründe, warum die Schulstrasse zur Begegnungszone werden soll. In der Unteren Vorstadt sind seit Jahren Bestrebungen für eine Überbauung im Rahmen eines Gestaltungsplans im Gange. Ziel ist die Untere Vorstadt aufzuwerten und baulich zu verdichten. So soll westlich der Schulhausstrasse eine Überbauung entstehen, dies unter anderem auf einer stadteigenen Parzelle, die mit einem Bauverbot belegt war. Mit Anwohnern konnte die vertragliche Lösung gefunden werden, dass sie auf das ihnen früher zugestandene Bauverbot verzichten, wenn die Schulhausstrasse dafür zur Begegnungszone umgestaltet wird. Diese wiederum erhöht auch die Lebensqualität in der geplanten Überbauung und stellt somit eine Win-Win-Lösung dar.

Strassenfläche wird halbiert
Nebst der Umgestaltung in eine Begegnungszone mit Tempo 20 soll die Schulhausstrasse auch saniert und verschmälert werden. Die heute zehn Meter breite Strasse soll auf 4,5 Meter reduziert werden. Das so freiwerdende Land wird den Parzellen westlich der Strasse zugeschlagen. Dies verbessert die Lebensqualität im Quartier und dient der Entsiegelung, so dass Regenwasser versickern kann. Für die Sanierung der Schulhausstrasse ist mit Kosten von CHF 503'000 zu rechnen. Die zurückgebaute Strassenfläche wird der Überbauung Untere Vorstadt zugeschlagen. Dieser Erlös finanziert die Baukosten der Schulhausstrasse. Zusätzlich ist geplant, die Strassenbeleuchtung für CHF 30'000 auf LED umzurüsten und das Abwassersystem für CHF 100'000 zu erneuern und zu ergänzen.

Die bisherige Schulhausstrasse (Fläche orange + gelb) soll zur Begegnungszone (orange) umgebaut werden und so um die gelbe Fläche verschmälert werden. (Bild: Emch & Berger AG, Zofingen)