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Zofinger Steuerertrag 2017 klar über Budget

Die Steuerabrechnung 2017 der Einwohnergemeinde Zofingen schliesst brutto mit einem Gesamtertrag von CHF 37'918’122 um 3,9 % über dem Budget ab. Sowohl die Aktiensteuererträge als auch die Steuererträge von natürlichen Personen und die Sondersteuern waren höher als prognostiziert. Im Vergleich mit dem Jahr 2016 ist der Gesamtsteuerertrag um mehr als CHF 2 Mio. angestiegen.

Der Stadtrat Zofingen hat die Steuerabrechnung 2017 der Einwohnergemeinde mit einem Gesamtsteuerertrag von brutto CHF 37'918’122 genehmigt. Erfreulicherweise durfte er dabei feststellen, dass die budgetierten Werte klar übertroffen wurden. Brutto ist der Ertrag um CHF 1'438’122 oder 3,9 % höher ausgefallen als prognostiziert. Der Mehrertrag ist allerdings zum Teil auch auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen.

Wachsende Steuererträge der natürlichen Personen
Der Steuerertrag der natürlichen Personen (brutto, ohne Quellensteuern) fiel im Vergleich zum Budget um CHF 630'773 oder 2,1 % höher aus als budgetiert. Bei den Quellensteuern wurde der Budgetwert um CHF 323’018 oder 28,1 % übertroffen.

Die Einkommenssteuern sind deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr (+ CHF 1'226’103 oder + 4,6 %). Der Budgetwert wurde leicht überschritten (+ CHF 188’854 oder + 0,7 %). Während die Nachträge aus Vorjahren dabei höher ausgefallen sind als erwartet, haben die Sollstellungen des Rechnungsjahres 2017 den budgetierten Wert nicht ganz erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr haben jedoch auch diese Erträge um CHF 561’178 oder 2,3 % zugenommen. Bei den provisorischen Steuerrechnungen 2017 machte sich erstmals die Umsetzung der von den Stimmbürgern im Jahr 2014 angenommenen Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)» bemerkbar. Dabei wurde ab 2017 der Fahrtkostenabzug im Kanton Aargau auf CHF 7'000 beschränkt. Diese Beschränkung führte zu Mehrerträgen zwischen CHF 150'000 und CHF 200'000. Im Weiteren hat der erstmals im Herbst 2018 stattfindende Austausch von Bankdaten zwischen der Schweiz und den Partnerstaaten eine Vielzahl von Steuerpflichtigen dazu bewegt, eine straffreie Selbstanzeige zur Nachbesteuerung einzureichen. Dadurch hat die Zahl der vereinfachten Nachbesteuerungen im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zugenommen. Eine straffreie Anmeldung von unversteuerten Steuerfaktoren aus meldepflichtigen Drittstaaten ist nur noch bis zum 30. September 2018 möglich.

Die Erträge aus Vermögenssteuern sind im Vergleich zum Vorjahr um CHF 426'317 oder 13,1 % angestiegen. Die Budgetwerte wurden um CHF 429’287 oder 13,2 % überschritten. Auch diese Erträge wurden von der ausserordentlich hohen Anzahl an Nachsteuerverfahren positiv beeinflusst.

Die Quellensteuererträge waren im Jahr 2017 um CHF 323’018 oder 28,8 % höher als budgetiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erträge um CHF 210’333 oder 16,7 % angestiegen. Die Höhe der Quellensteuern ist stark von der wirtschaftlichen Entwicklung der grösseren Zofinger Unternehmen sowie der Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmenden abhängig und kann daher jährlich stark schwanken.

Positive Ergebnisse auch bei den Aktien- und Sondersteuern
Die Aktiensteuererträge sind im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % höher ausgefallen und liegen um rund CHF 1 Mio. über dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre. Sowohl die Sollstellungen für das laufende Rechnungsjahr als auch die Nachträge aus Vorjahren sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Auch die Erträge aus Sondersteuern (Nachsteuern, Grundstückgewinnsteuern, Erbschafts- und Schenkungssteuern, Hundesteuern) fielen netto um insgesamt CHF 127'435 oder 14,2 % höher aus als budgetiert. Sondersteuern fallen ereignisorientiert an und führen deshalb zu unregelmässigen, schwierig zu budgetierenden Erträgen.

Steuerabschluss 2017 im Detail [pdf, 98.99 KB]