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Agglomerationsprojekte

Die Stadt Zofingen ist Kernstadt und Teil des Agglomerationsprogramms Aareland. Dieses umfasst 66 Städte und Gemeinden in drei Kantonen.

Die Agglomerationsprogramme sind das Kernstück der Agglomerationspolitik des Bundes für eine nachhaltige Raumentwicklung in der Schweiz. Sie haben die Sachbereiche von Verkehr, Siedlung und Landschaft in den urbanen Räumen aufeinander abzustimmen. Sie unterliegen einem Vierjahresrhythmus.

Das Agglomerationsprogramm Aareland ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Aargau und Solothurn und des Vereins AareLand. Der Bund verfolgt mit den Programmen folgende Ziele:

  • ganzheitliche Betrachtung des Verkehrs
  • Abstimmung und Verknüpfung der einzelnen Verkehrsträger
  • Koordination der Siedlungsentwicklung mit der Mobilität
  • Verbessern der Siedlungsqualität, Innenverdichtung der Siedlungen, Begrenzung der Ausdehnung der Siedlungsgebiete
  • Verbessern und fördern der Standortattraktivität für die Wirtschaft
  • Reduktion der Umweltbelastungen (zum Beispiel Luft- und Lärmbelastungen) und des Energieverbrauchs
  • Verbesserung der Zugänglichkeit der Verkehrssysteme für Menschen mit Beeinträchtigungen

Die erste Generation Agglomerationsprogramme wurde Ende 2007 eingereicht und 2008 vom Bund bewertet. Ende 2010 wurden die Bundesmittel für die Etappe ab 2011 freigegeben. Die zweite Generation wurde bis Mitte 2012 eingereicht und 2012/2013 bewertet. 2014 gab das Parlament die Bundesmittel für die Etappe ab 2015 frei. Die dritte Generation wurde bis Ende 2016 beim Bund eingereicht und wird Ende 2016/2017 bewertet. Voraussichtlich ab 2019 werden diese Bundesmittel freigegeben.

Die Stadt Zofingen als Kernstadt und Agglomerationsgemeinde hat von Beginn weg immer wieder Agglomerationsprojekte eingereicht. Sie betreffen zum einen nur die Stadt Zofingen oder haben überregionalen Charakter. Es sind dies:

Agglomerationsprogramm 1. Generation (2011–2014)

  • Knoten Funkenstrasse/Gygerweg (ohne SBB-Sanierung Aarburgerstrasse K104), Abschnitt Aarburgerstrasse K104 (ohne Kreisel Unterer Stadteingang)
  • Verkehrsmanagement Wiggertal

Der Bund unterstützt diese Verkehrsprojekte mit einem Bundesbeitrag von 40 %.

Agglomerationsprogramm 2. Generation (2015–2018)

  • Gesamtverkehrskonzept Bahnhof, Untere Grabenstrasse K104, mit Velostation
  • Betriebs- und Gestaltungskonzept Altstadtring K104 (Neuregelung Linienführung K104 und K315)

Der Bund unterstützt diese Projekte der 2. Generation mit einem Bundesbeitrag von 40 %.

Agglomerationsprogramm 3. Generation (2019–2022)

  • Fuss- und Veloweg Westseite Bahnlinie, Obere Brühlstrasse bis Industriestrasse
  • Veloverleihsystem Stadt Zofingen
  • Ausbau Veloabstellplätze, Florastrasse, Westseite Bahnhof
  • Fussgängerbeziehung SBB-Durchgang Mitte (Fortsetzung Richtung Westen)
  • Verbindung Nationalbahnweg, Gleis 40, inkl. Abstellplätze
  • Aarburgerstrasse K104, Aufhebung SBB-Niveauübergang

Diese Vorhaben wurden Ende 2016 beim Bund eingereicht. Die Antwort wird Ende 2017/anfangs 2018 erwartet.


Der Schwerpunkt der Agglomerationsprojekte liegt beim Langsamverkehr. Er hat in der Vergangenheit einen immer grösseren Stellenwert eingenommen. Im Vordergrund steht die Stärkung des Velos als Teil des Gesamtverkehrssystems. Die Anstrengungen und Massnahmen, die die Sicherheit und die Attraktivität des Veloverkehrs stärken, werden bevorzugt behandelt. Der Langsamverkehr – insbesondere der Veloverkehr – weist noch ein grosses Potenzial auf.

Statistisch gesehen sind fast jede zweite Autofahrt und nahezu 80 Prozent aller Bus- und Tramfahrten kürzer als fünf Kilometer.

Hierin besteht das Entlastungspotenzial durch den Langsamverkehr. Seine Stärken liegen im Kurzstreckenbereich bis etwa 15 Minuten Fahrtzeit (Unterwegszeit, dies entspricht ca. einem Fussweg bis 1 Kilometer, mit dem Velo bis etwa 5 Kilometer und mit dem E-Bike bis etwa 7 Kilometer).