Direkt zum Inhalt springen
|

Plastik-Uhu soll Krähen verscheuchen

Die Saatkrähen am Chorplatz in Zofingen haben wiederholt zu Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern geführt. Die Vögel bevölkern den Baum hinter der Stadtkirche in immer grösserer Zahl und hinterlassen Kot auf dem Platz und machen störenden Lärm. In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Natur und Ökologie der Stadt Bern wird seit gestern in Zofingen nun die Vergrämungsmethode «Uhu-Attrappe» getestet. Passanten werden dabei zur Mitwirkung aufgefordert.
 

Saatkrähen sind faszinierende, überaus schlaue und sozial agierende Vögel. Sie breiten sich aber in den Siedlungen immer mehr aus und sorgen für Beschwerden in der Nachbarschaft von Nistbäumen. Die Problematik ist auch in anderen Städten bekannt, aber einfache Lösungen gibt es leider nicht. Verschiedene erlaubte Vergrämungsmethoden haben am Chorplatz keine Wirkung gezeigt oder konnten aufgrund störender Spiegelungen nicht eingesetzt werden.

In der Stadt Bern werden seit mehreren Jahren Plastik-Uhus auf Bäumen installiert, um die Saatkrähen zu vertreiben. Der Uhu ist ein natürlicher Feind der Saatkrähe und wird offenbar auch als solcher erkannt. Die Methode ist allerdings nur dann erfolgreich, wenn sich die Flügel des Uhus in möglichst unregelmässigen Abständen bewegen. Dafür gibt es eine Zugvorrichtung, welche betätigt werden muss.

Die Uhu-Attrappe aus Plastik wurde am Montag, 15. Januar 2018 hoch im Baum am Chorplatz platziert. Die Anwohnenden aber auch Passanten sind nun aufgefordert, die Flügel des Plastik-Uhus in Bewegung zu setzen.

Ob sich die intelligenten Vögel auch in Zofingen austricksen lassen, muss sich erst noch zeigen.

Der Plastik-Uhu vor der Montage durch Stefan Steuri, Projektmitarbeiter Saatkrähen in der Stadt Bern und Heidi Schlosser von der Fachstelle Natur und Landschaft Zofingen.
Plastik-Uhu