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Neophyten – gebietsfremde Pflanzenarten

Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die nach dem Jahr 1500 eingebracht wurden und wildlebend etabliert sind. Invasive Neophyten oder invasive gebietsfremde Organismen, sind Pflanzenarten die nicht heimisch sind und sich dazu überdurchschnittlich stark verbreiten.
Diese Pflanzengruppe stellt in den meisten Fällen eine Bedrohung der lokalen Biodiversität dar. Sie kann durch ihre starke Konkurrenzkraft die standorttypische Vegetation verdrängen. Das bedeutet meist nicht nur den Verlust von Pflanzenarten, sondern auch eine Abnahme der Nahrungsgrundlage für Insekten und andere Tiere.

Darüber hinaus gibt es invasive Neophyten, welche wirtschaftliche Schäden anrichten können. Durch ihre massive Wuchskraft beeinträchtigen sie Infrastrukturbauten wie Strassenbeläge oder Leitungen. Weiter sind Neophyten auch auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen problematisch. Entweder weil sie Kulturpflanzen verdrängen und so einen Ertragsausfall bedeuten oder weil sie giftige Stoffe enthalten, welche das Tierwohl beeinträchtigen. Die gefährlichsten Arten sind für den Menschen gesundheitsschädlich. Allergische Reaktionen reichen von Hautreizungen bis zu starken Asthma-Anfällen.

Die Verbreitung von invasiven Neophyten muss unbedingt verhindert werden.

In der Schweiz und auch im Kanton Aargau sind unterschiedliche invasive Neophytenarten unterschiedlich stark verbreitet. Die Fachstellen von Bund und Kantonen beschäftigen sich schon lange mit der Neophytenproblematik. Es sind verschiedene Merkblätter publiziert, welche Pflanzen charakterisieren und Massnahmen angeben.

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Japanknöterich entlang einer Waldweges